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Weiterbildung GARTENTHERAPIE in Brandenburg für die Lafim-Diakonie für Menschen im Alter gem. GmbH

Auch der letzte Sommer 2019 war ziemlich heiß, die Temperaturen lagen weit über 35 Grad und der Regen ließ lange auf sich warten. Trotzdem buddelten und schwitzen wir Seite an Seite im Garten vom Seniorenzentrum Haus Wilhelmsdorf in Brandenburg. Aber fange ich mal von vorne an.

 

Das Evangelische Seniorenzentrum Wilhelmsdorf des LAFIM in Brandenburg war eines der auserwählten Häuser, die am Modellprojekt des Verbands der Ersatzkassen teilgenommen hat. Ziel war die Durchführung einer Weiterbildung „Gartentherapie“ im Rahmen des Modellprojektes zur Gesundheitsförderung und Prävention (GFP) nach § 5 SGB XI im Bereich der stationären Pflege.

 

Ich reiste also Ende Juni für die Weiterbildung nach Brandenburg und freute mich besonders darüber, dass ich für die Zeit der Weiterbildung auf dem wunderschönen Campingplatz Malge am Breitlingsee meine Zelte aufschlage konnte.

 

Es ist für mich immer wieder eine große Freude zu erleben, was im Rahmen einer Weiterbildung alles entstehen kann. Die acht TeilnehmerInnen aus der sozialen Betreuung, Pflege und Leitung des Hauses, waren ein tolles Team. Selbst bei über 35 Grad wurde gebuddelt und gehackt bis am Schluss ein kleiner Bauerngarten, Hochbeete und Beerenobstrabatten angelegt waren.

 


Parallel zur praktischen Arbeit wurden die TeilnehmerInnen in verschiedenen Bereichen unterrichtet. Unter anderem erhielten sie Einblick in die Gestaltungsgrundsätze für einen Garten für Menschen mit Demenz, sie lernten die Grundsätze über die Wirkung und den Einsatz von Pflanzendüften  und über die Methoden und Anwendung von Gartentherapie.

Ausgestattet mit theoretischem Basiswissen rund um die Gartentherapie konnten die TeilnehmerInnen die vielfältige Wirkung von Natur selbst erfahren. Abgestimmt auf die jeweils individuelle Situation der einzelnen Arbeitsbereiche wurden daraus Methoden und Strategien entwickelt, wie Gartentherapie den Alltag mit Demenz für alle Beteiligten erleichtert.

Mein besonderer Dank gilt der Einrichtungsleiterin Frau Holtmann, die dafür sorgte, dass wir wunderbar mit Eis und kalten Getränken versorgt wurden. Und wenn es allzu heiß wurde, badeten wir zur Abkühlung unsere Füße in Pfefferminzwasser. Was will man mehr von einer Weiterbildung. Es war eine tolle Zeit! Und heute, keine eineinhalb Jahre später, sind alle Gestaltungsideen die wir gemeinsam entwickelt haben, bereits umgesetzt. Hut ab!



Der dritte Frühling

Gärten für Menschen mit Demenz

 

Ulrike Kreuer


Dipl.Ing.
 Gartenbau(FH)



Gartentherapeutin 
nach IGGT

Engelgauer Weg 22


53947 Nettersheim

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