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Von der Außenanlage zum lebendigen Garten – Ein Sommerprojekt 2015

Für das Haus am Nordberg hieß es „Von der Außenanlage zum lebendigen Garten“. Bereits 2012 begannen wir mit der Planung zur Umgestaltung des ca. 2000 qm großen Außengeländes. Ziel war es, den 140 Bewohnern einen Ort der Begegnung zu schaffen. Gleichzeitig einen geschützten Ort bereit zu halten an dem Menschen mit Demenz ihren Fähigkeiten entsprechend am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

 

Das Haus am Nordberg vom Reichsbund freier Schwestern liegt in der Ballungsrandzone des Ruhrgebietes, in der Stadt Bergkamen. Bergkamen war früher als größte Bergbaustadt Europas ein Begriff. So sind auch die Bewohner des Seniorenhauses eng mit dem Bergbau verbunden. Die besonderen Biographien der Bewohner werden durch viele Angebote im Seniorenhaus angesprochen. Alleine einen Garten, den gab es bisher nicht.

 

Das sollte sich nun ändern. Mit finanzieller Förderung durch die Stiftung NRW Wohlfahrtspflege, das KdA, das DHW und die Stiftung des Reichsbund freier Schwestern war die Finanzierung von rund 250.000,– € sicher und die Arbeiten konnten beginnen.

 

Mit dem neuen Garten steht dem „Ruhri“, wie Menschen aus dem Ruhrgebiet scherzhaft genannt werden, eine wichtige Plattform für das gesellschaftliche Leben zur Verfügung. Treffpunkte, Erlebnisräume und Sitzplätze sind sichtbar und jederzeit selbständig zu erleben. Damit auf die unterschiedlichen Bedürfnissen, Wünsche und Fähigkeiten der Bewohner eingegangen werden kann, gliedert sich die Außenfläche in drei Bereiche:

 

Der Kontakthof im Eingangsbereich als große Begegnungsfläche mit Grillplatz, Staudenrabatten, ausreichend Sitzbänken und zwei Pavillons mit Glasdach. Der Kontakthof ist der Ort, um mit dem Außen in Kontakt zu treten und gleichzeitig innerhalb heimischer Strukturen neue Beziehungen zu knüpfen. Hier treffen sich Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter, Nachbarn, Passanten und wer immer sich eingeladen fühlt.

 

Der geschützte Innenhof bietet besonders für Menschen mit Demenz einen eingefriedeten Gartenbereich, der selbstständig erfahrbar ist. Eine kleine Obstwiese, Beerenobst, Duftstauden, Hochbeete, ein Bachlauf sowie gemütliche Sitzplätze warten auf die Besucher und laden zu Aktivitäten ein.

Gartenoase Tagespflege: Die Tagespflege für 16 Personen liegt im Souterrain des Gebäudes für betreutes Wohnen. Aufgrund der Geländesituation befindet sich der angeschlossene Garten in einer Senke mit einer 3m hohen Böschung. Die neue Gestaltung bietet den Tagesgästen einen attraktiven kleinen Außenbereich mit Duftpflanzen, Wasserspiel, Rosen und Kräutern.


Der dritte Frühling

Gärten für Menschen mit Demenz

 

Ulrike Kreuer


Dipl.Ing.
 Gartenbau(FH)



Gartentherapeutin 
nach IGGT

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