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Gartenhof Siebengebirge – Ein Garten für Menschen mit Demenz

Ein Gartenprojekt für das Franziskus-Haus in Bad Honnef Aegidienberg 2017 bis 2018

Unser gemeinsamer Weg begann bereits früh im Jahr 2017. Da begleitete ich Herrn Vollmer, Vorstandsmitglied der IGGT, zu einem Beratungsgespräch bei den Franziskanerinnen vom hl. Josef nach Bad Honnef. Die Franziskanerinnen vom hl. Josef mußten wie viele andere Häuser auch weitreichende Umbaumaßnahmen durchführen um der Einzelzimmervorgabe gerecht zu werden. Im Zuge der Baumaßnahme entstand im Erdgeschoss eine neue Wohngruppe. Seit dem Frühjahr 2018 leben dort 11 Menschen, die an Demenz erkrankt sind und genießen ihren neuen Lebensraum mit direkter Gartenanbindung. „Das war schon immer mein Traum, eine Wohngruppe ausschließlich für Menschen mit Demenz und ein Garten der jederzeit barrierefrei genutzt werden kann“, sagte Einrichtungsleiterin Frau Baehr und wird damit einmal mehr dem Ziel des Trägers gerecht

„Wir wollen unsere Einrichtungen zu Häusern gestalten, die den Menschen ein wohnliches Zuhause bieten.“

Planung

Da das Außengelände lediglich aus einer Rasenfläche bestand, wurde ich mit der Gartenplanung beauftragt. Es wurden alle Kräfte mobilisiert, um die notwendigen Fördermittel für eine hochwertige Gartenanlage zu bekommen. Gefördert wurde das Projekt durch das KdA und der Stiftung NRW Wohlfahrtspflege.

Gestaltung

Entstanden ist ein ca. 1000qm großer Garten, der zur uneingeschränkten Nutzung der Wohngruppe zur Verfügung steht.

Ein Weg führt die Bewohner sichereren Fußes in alle Bereiche des Gartens. Neben der großen Terrasse, unmittelbar am Gartenausgang, treffen die Senioren auf drei Plätze. Dem Zentrum des Gartens, ein großer runder Platz, der von einer Natursteinmauer eingefasst ist und auf dem ein Wasserspiel sprudelt; ein kleiner runder Platz im Schutz von Duftsträuchern als Rückzugsort und ein Aussichtspunkt geschützt unter einem Pavillon aus Robinienholz mit Blick ins Tal.

Der Weg durch den Garten wird von einem Saum aus Duftstauden und Teepflanzen begleitet und im Schattenbereich wachsen Stauden, die sich wohlig anfühlen und der Haut schmeicheln.

Ein Duftrasen kann umrundet oder betreten werden.
Es steigen bei jedem Schritt Duftwolken von Kamille auf. Eine Obstwiese mit Apfelbäumen wird von duftenden Rosen eingefasst wie beispielsweise der Damaszenerrose „Rose de Resht“.
Direkt an der Terrasse stehen Hochbeete mit Kräutern und Gemüse bereit.

Bauen in zwei Modulen

Die Arbeiten zur Umgestaltung der Gesamtfläche gliedern sich in zwei Module:

Das erste Modul beinhaltet die Struktur schaffenden Arbeiten wie Erdarbeiten, Wegebau und Steinarbeiten und ist von der Gartenbaufirma Kramer umgesetzt worden. Die Ausschreibung und Bauleitung zu dieser Bauphase lag in der Verantwortung des Architekturbüros Baufrösche Köln, die ebenfalls die Umbauarbeiten am Gebäude geleitet haben.

 


Der dritte Frühling

Gärten für Menschen mit Demenz

 

Ulrike Kreuer


Dipl.Ing.
 Gartenbau(FH)



Gartentherapeutin 
nach IGGT

Engelgauer Weg 22


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